Tauchtauglichkeit

Tauchen ist ein faszinierender Sport. Man erlebt unter Wasser in eine ganz neue Welt. Inzwischen erfreuen sich auch Millionen Menschen aus Deutschland daran. Allerdings entscheiden sich viele erst am Urlaubsort zu einem sogenannten Schnuppertauchgang. Dazu wird nicht immer eine korrekte Tauchtauglichkeits-Untersuchung verlangt. Oft unterschreibt der Taucher nur, dass er gesund ist, und trägt dann ein unkalkulierbares Risiko selbst. Dabei ist Tauchen kein harmloser Sport (siehe "Tauchunfälle"). Eine sorgfältige Tauchtauglichkeits-Untersuchung sowie eine passende Ausrüstung aus einem Fachgeschäft, eine gründliche Ausbildung und ein regelmässiges Training in einem heimischen Tauchverein (zB TCB) vermindern das Risiko.

Wer taucht, sollte körperlich und geistig gut leistungsfähig sein; in über 50% der tödlichen Tauchunfälle sind medizinische Risikofaktoren ursächlich. Es gibt zahlreiche Krankheiten, mit denen man nicht tauchen darf, z.B. Trommelfelldefekt, Herzschwäche oder Panikstörung. Andere Krankheiten oder Einschränkungen erfordern eine genaue Abschätzung des Risikos und besondere Vorsichtsmassnahmen, z.B. Asthma bronchiale oder Diabetes mellitus.

Als selbst aktive Taucher und in der Tauchmedizin speziell fortgebildete Ärzte (Diplome Tauchmedizin, Taucherarzt und Tauchtauglichkeits-Untersuchungen der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin) können wir Sie qualifiziert untersuchen und beraten (siehe die Liste von Ärzten, die von der GTÜM empfohlen werden). Nach deren Richtlinie für die Tauchtauglichkeits-Untersuchung soll die Untersuchung für Kinder unter 18 Jahren und Erwachsene über 40 Jahre mindestens jährlich, sonst mindestens alle 3 Jahre wiederholt werden. Manche Tauchbasen und -vereine verlangen auch eine aktuellere Bescheinigung. Außerdem sollte sich jeder nach einer schweren Erkrankung, nach einer Operation oder einem Tauchunfall unabhängig vom ursprünglichen Untersuchungsintervall erneut untersuchen lassen.

Die Kosten für die Untersuchung richten sich nach der "Gebührenordnung für Ärzte", nach der Empfehlung der GTÜM und nach dem jeweiligen Aufwand (Alter, Vorbefunde, Auffälligkeiten). Sie betragen für das Ruhe-EKG, für die einfache Lungenfunktions-Untersuchung und die unkomplizierte klinische Untersuchung mit Bescheinigung mindestens 70,82€. Bei entsprechenden Risiken oder Beschwerden oder ab dem 40. Lebensjahr ist ein Belastungs-EKG nötig, dann sind es mindestens 82,01€ (die gesetzlichen Krankenkassen, die die Kosten aufgrund von Verträgen mit Sportmedizin-Gesellschaften evtl. teilweise übernehmen, finden Sie hier, für die TK hier; einige Krankenkassen übernehmen die Kosten auch als freiwillige Leistung ohne diese Verträge). Wenn die technischen Untersuchungen in den letzten drei Monaten durchgeführt wurden und die Originaldaten mit unauffälligem Befund vorliegen, können wir die Wiederholung sparen.

Hier können Sie sich anmelden; anschließend erhalten Sie einen Fragebogen (entspricht “Tauglichkeits-Untersuchung für Sporttaucher.pdf GTÜM/ÖGTH) zusammen mit zusätzlichen Information. Diesen füllen Sie bitte vorher aus und schicken ihn mit ggf. vorhandene Unterlagen zu, damit die notwendigen Untersuchungen an dem Termin festgelegt werden können. Melden Sie sich bitte so frühzeitig an, damit Sie durch evtl. notwendige zusätzliche Untersuchungen nicht in Zeitdruck geraten.